Kegelkotten neue Vereinsgaststätte der Friedhöfer-Schützengesellschaft e.V.
Internetpräsentation: Joh. Derix - Bilder/Bericht: Norbert Schröder
Am Mittwoch, dem 08. April 2005, um 19.30 Uhr fand die feierliche Übergabe des Fahnenschrankes aus den Händen von dem
ersten Vorsitzenden der Friedhöfer Schützengesellschaft e.V. Hans Schlockermann an das Vereinswirtepaar Inge und Helmut Kuhl statt.
Der alte Fahnenschrank hat somit wieder einen ehrwürdigen Platz im Kegelkotten gefunden.
Älteste Stemmerter Kneipe macht dichtBurgsteinfurt. In der Burgsteinfurter Gastronomie geht eine Ära zu Ende. Nach fast 32 Jahren „Kranführung“ verabschiedet sich Fritz Preußners von seinen Gästen in den Ruhestand und folgt seiner Lebensgefährtin ins Saterland, dem Dreieck zwischen Leer, Cloppenburg und Oldenburg, wo der heute 66-Jährige seinen dritten Lebensabschnitt genießen will. Preußners Umzug bedeutet gleichzeitig auch das Ende der ältesten Stemmerter Kneipe. Das Haus, das erstmals 1439 in den Geschichtsbüchern erwähnt wurde, hat er an einen Landwirt aus Eggerode verkauft. Am Montag ist der Kaufvertrag unterschrieben worden. Der neue Besitzer will das sanierungsbedürftige Fachwerkgebäude zu einem schmucken Wohnhaus im historischen Umfeld umbauen.Schon Mitte des 15. Jahrhundert soll sich in dem Haus an der Kirchstraße eine Brennerei befunden haben. „Seit 1810 ist es in Familienbesitz“, blickt der gebürtige Stemmerter auf die Galerie seiner Vorfahren der Familie Schmedding und Pfingstmann zurück, die allesamt eng mit der Gastronomie verbunden waren. Der junge Fritz hat in der Brauerei Rolinck gelernt, war dann in Freiburg, in Krombach und in Münster als Bierbrauer beschäftigt bis er schließlich nach Burgsteinfurt zurückkam, um als Kneipier seine Brötchen zu verdienen – zunächst bei seinem Onkel Franz Schmedding als Pächter und dann seit zwölf Jahren als selbstständiger Gastwirt.„Klar fällt der Abschied schwer“, räumt Fritz Preußners ein, der sich noch genau an die schwierigen Anfänge zusammen mit seiner verstorbenen Ehefrau Imelda an der Kirchstraße erinnert. Viel Aufbauarbeit hat er leisten müssen, um Stammgäste zu gewinnen. Die, die einmal dort gewesen sind, haben ihm lange die Treue gehalten. Spaß habe die Arbeit immer gemacht, sagt Preußners. Freud und Leid hat er am Tresen mit seinen Besucher geteilt – und jede Menge Politik ist an den Stammtischen auch gemacht worden. Dass selbst Bischof Dr. Reinhard Lettmann bei ihm schon eingekehrt ist, wird er genauso wenig vergessen wie den engen Kontakt zu Kreisdechant Heinrich Blankemeyer, der ihm gesagt hat: „Wenn du gehst, gehe ich auch.“ Jetzt bekommt Blankemeyers Rückzug eine ganz neue Wendung . . .Mit Preußners Gaststätte schließt jetzt die letzte wirklich urige Kneipe. „Menschen wie du und ich“ hat Preußners dort bewirtet, der von seinen Gästen als „ehrliche Haut“ unheimlich geschätzt wird. „Institut für Bierologie und Hektolithografie“ haben ihm Stammtischbrüder auf ein Schild am Eingang graviert. Darüber hängt auch die Königsscheibe der Friedhöfer Schützen, deren Vereinswirt Preußners seit vielen Jahren ist. Kolpingsfamilie, Kartenclubs, Stammtische haben sich bei ihm bestens aufgehoben und versorgt gefühlt – und müssen sich jetzt eine neue Heimat suchen, was bei dem „Kneipennotstand“ („Ackerbürger“ geschlossen, „Roleffs Pöttken“ immer noch nicht wieder geöffnet) schwierig werden wird. Leider, bedauert Fritz Preußners, ist die Szene nicht mehr so, wie sie einmal war. Er selber gibt am 26. Januar seinen Ausstand. Selbstverständlich wird dann noch einmal ein Fass aufgemacht mit allen Freunden und Bekannten – allerdings das letzte in Burgsteinfurts ältester Kneipe, wo ein gastronomisches Kapitel für immer geschlossen wird. Freitag, 11. Januar 2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten / Steinfurter Kreisblatt (Steinfurt) Ein Urgestein in altem Gemäuer-woh- Burgsteinfurt. Ein Urgestein in der heimischen Gastronomie-Szene ist 60 und: Fritz Preußners, Wirt und Hausherr in der Altdeutschen Gaststätte an der Kirchstraße 28, steht dort seit exakt 25 Jahren hinter dem Zapfhahn. Festtage sind angesagt. Schließlich ist es ein besonderes Jubiläum, nicht nur für die Friedhöfer und deren Schützenverein: Das Wirtshaus ist eine der letzten Traditions-Gaststätten in Burgsteinfurt, zudem eine der ältesten Schankwirtschaften überhaupt. 1784 wurde dort schon Bier gezapft. Dienstag, 14. August 2001 | Quelle: Westfälische Nachrichten / Steinfurter Kreisblatt
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