Schillerndes Kaleidoskop der Friedhöfer Weiberfastnacht und Rosenmontag

Bericht von Hans Derix

 

Rosenmontagsbilder von Norbert Schröder

Nee, nee, watt wohr datt schön bei den Friedhöfern: 

Über hunderte  „Pänz“ und mehr oder weniger erwachsene Begleiter zogen Rosenmontag durch die Burgsteinfurter Gassen und Straßen.
Und diese Straßen wurden von vielen Hundert Zuschauern gesäumt, die sich den Burgsteinfurter Kinderumzug nicht entgehen lassen wollten.

Der Kinderkarnevalumzug kann getrost als voller Erfolg gewertet werden. Gute Musik, herrliche Kostüme, nette Gäste und eine tolle Stimmung von Anfang bis Ende bestimmten das Bild.

Angesteckt von der guten Stimmung am Straßenrand verfielen die Friedhöfer in eine Euphorie, die leider auch dafür verantwort- lich war, dass von dem reichlich vorhanden- en und wertvollen Wurfmaterial am Ende nichts übrig blieb. Nach dem Umzug trafen sich die Friedhöfer in ihrem Schützenhaus am Veltruper-Kirchweg um in geselliger Runde den Rosenmontag bei einem Glas Wein oder einem frisch gezapften Bier gemütlicher ausklingen zu lassen.

Text: Hans Derix

 

" Wiwerfastelovend auf dem Friedhof"

Dass auf dem Friedhof auch die Weiber verrückt sind, hat inzwischen Tradition.

Die Frauen stürmten  an Weiberfastnacht  (31. Jan. 2008) das Friedhöfer-Schützenhaus und heizten die Männer ein. Die Gäste kamen aus der ganzen Stadt, weil hier die Frauen das Sagen haben. Und Männer? Die sind nur erlaubt, wenn sie ein Frauenkostüm tragen. "Sonst kommen sie an den Pranger", lacht Annette“. Das weiß nur der wahre Kenner: Frauen sind die besseren Männer!"  

Was will man mehr? Wie schon in den letzten Jahren konnten auch bei der diesjährigen Weiberfastnacht im Friedhöfer-Schützenhaus wieder prächtige Kostüme bewundert werden. Dazu kam ein Mix aus guter Laune, netten Gästen und stimmungsvoller Musik, der die letzten erst in den frühen Morgenstunden nach Hause gehen ließ. Wir bedanken uns bei unseren verrückten Frauen für den wunderschönen Abend und hoffen, Euch auch beim Kinderkarnevalzumzug  wieder begrüßen zu können. Treffen ist Rosenmontag 10:00 Uhr am Schützenhaus. Bis auf die letzte Karte war die "Wiwerfastelovend auf dem Friedhof" ausverkauft. Wer keine Karte mehr erhalten konnte, sei getröstet. Im nächsten Jahr werden wir ganz bestimmt wieder feiern.

Bilder von Norbert Schröder

Glänzender Stemmerter Kappenauftakt

Bericht von Norbert Schröder


Friedhöfer karnevalistisch in Party-Laune


Bestens aufgestellt und professionell dargeboten präsentierte der als Friedhöfer Karnevalpräsident debütierende Hollicher Heinrich Lünnemann das mehr als 2-stündige karnevalistische Vorprogramm. Prädikat: fernsehreif

Pünktlich 20:11 empfing er den "rolincktreuen", zwergenhaften Elferrat, der vom Karnevalsprinzenpaar Julia Speckmann und Olaf Göbel angeführt wurde. Die geleitende Tanzgarde der Prinzen eröffnete dann mit ihrem Gardetanz das Programm.


Das inzwischen traditionell dazu gehörende, immer wieder überzeugend agierende Friedhöfer Gespann Horst Berg und Volkmar Wendland erschienen zunächst als Bauarbeiter. Sie nahmen einige aktuell eingespannte Friedhöfer sowie die Baumaßnahme auf der Schützenaue mit viel Selbstironie in ihren karnevalistischen Fokus.


Der Besuch des Stadtprinzenpaares mit großem Gefolge unterbrach nicht, sondern untermalte das Programm. Nette Worte sowie einige Karnevalsorden wurden ausgetauscht. Wie immer bei den Friedhöfern erkennbar, wurden wieder Fortschritte beim Buchenberger Brückenbau erzielt.        
Zwischen weiteren begeisternden Show-Auftritten der Prinzen-Tanzgarde stellten Horst Berg und Volkmar Wendland ihre Kurphantasien vor. Logisch, dass das eine verdammt schattige Angelegenheit wurde. Durch ihren Erfolg wurden sicherlich einige Kuranträge angestoßen, auch wenn deren Erfahrungen mit den Oberär... (..zten) nicht immer nur angenehm waren.
So wie sie den Auftakt gestalteten, beendete die Prinzen-Tanzgarde mit Showtänzen das Programm. Neben ihren gekonnten Präsentationen im traditionellen karnevalistischem Kostüm erschienen sie als Piratenbräute und im Dirndl-Look. Zugabeforderungen, die auch gewährt wurden, blieben da nicht aus.
Bei der Kostümprämierung ging man „tische“weise vor. In der Reihenfolge „Kraftfahrer“, „grüne Männchen“ und „Hollicher Geister“ wurden prämienbestückte Urkunden überreicht.

Nach dem Programm war „Party-Time“ angesagt. Bis in die frühen Morgenstunden unterhielt Musik-Manager Rainer erfolgreich das tanzwütige närrische Volk. Resümierend kann eine gelungene Veranstaltung attestiert werden, bei der der eine oder andere Besucher mehr sicherlich gern begrüßt worden wäre.

Bericht von Norbert Schröder